Weine - unter der Sonne Ungarns
Ungarn kleidet sich mit 22 historischen Weingebieten. In Osteuropa zählt das Land ausgesprochen viele Sonnenstunden. Das Klima lässt zu, dass nicht nur der Wein den Weg zu den kulinarischen Highlights gefunden hat. Zu den bekanntesten Weinen in Ungarn dürften der Tokajer und das Erlauer Stierblut gehören. Unmittelbar dahinter reihen sich die Weine aus dem Eger, westlich und südlich des Balatons und die Weine bei Siklós-Villány und Szekszárd ein. Letzteres Weingebiet blickt auf eine 2.000 Jahre alte Geschichte zurück. Im Weinanbaugebiet von Etyek werden Weißweine von herausragender Qualität produziert und dieses Weingebiet befindet sich keine 100 km von Budapest entfernt.
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Weinanbaugebiet von Villány
Weine aus dem Hause Bock
Schaut man auf die Geschichte von József Bock, wird schnell klar, seine Wurzel reichen bis nach Schwaben. Villány ist eine Gemeinde ganz im Süden des Landes. Die Weinregion wird gerne mit „Bordeaux des Ostens“ umschrieben. Ungarn setzte hier ihre erste touristische Weinstraße. Diese Weinstraße in Ungarn umfasst 11 Gemeinden, ist 30 km lang und umfasst rund 2.000 ha Weinland. Villány selbst gibt sich mit knapp 3000 Einwohnern zufrieden. Einer von den rund 600 Winzern in dieser Region ist Jószef Bock. Er führt das Unternehmen bereits in neunter Generation. Sein Areal misst 75 ha und ist in elf Gewanne eingeteilt. Er setzt auf Weißwein. Dennoch bekommt man bei ihm auch Wein aus den blauen Trauben. Dazu dürften der Merlot, ein Cabernet Sauvignon, aber auch Cabernet Franc und Pinot Noir gehören. Seine Weine sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Regelmäßig preist er seine Weine auf den Ausstellungen dieser Welt an. Dazu gehört die die 1993 in Sevilla stattgefundene Weltausstellung. 1997 wurde er im eigenen Land zum „Weinbauer des Jahres“ ausgezeichnet, zehn Jahre später zur „Weinkellerei des Jahres“. Seine Arbeiten, sein Ehrgeiz und das Engagement ein Stück Kultur Ungarns zu bewahren fand Gehör. 2007 wurde der Winzer Bock mit dem Ritterkreuz des Verdienstordens der Republik Ungarns ausgezeichnet. Sein Ansehen findet unter anderem in Russland und in den USA Anklang.
Weinanbaugebiet Szekzárd
Weine aus dem Hause Tamás Dúszi
Ein weiterer Winzer könnte sich, wenn er wollte, mit internationalen Auszeichnungen rühmen. Tamás Dúzsi liebt es, zu experimentieren. In seinen Familienbetrieb hat der Winzer nicht nur Kraft und Mühe, sondern auch das Wissen aus anderen Weinregionen hineingesteckt. Dúzsi ist als der „Rosé-König“ unter den ungarischen Winzern bekannt. Seine Liebe zu den französischen Rebsorten ist minder gebremst. Zu seinen Rotweinen darf man den Merlot, Syrah und den Cabarnet zählen. Man findet seine ungarische Bodega im Süden des Landes, bei Szekzárd.
ungarische Bodega der Familie Takler
Die Familie Takler nennt ebenfalls das Weingebiet Szekszárd ihre Heimat. 62 ha Land nennen sie ihr eigenes und das seit 1987. Wen wundert es jetzt noch, dass unter dieser Sonne Ungarns bei diesem submediterranen Klima auch der Winzer Takler auf bereits genannte Weine wie den Merlot, Cabarnet Franc und Chardonnay anbaut. Berühmt wurde er jedoch mit seinem Blaufränkisch und dem Kadarka.
Ferenc Takler gehört zu den jüngsten Winzern in Ungarn. Hört man der Familie zu, werden sie dennoch uralte Geschichten ihrer Ahnen erzählen, die sich mit dem Wein beschäftigten. Sein Wissen führt ihn bis ins 18. Jahrhundert zurück. Tradition und altes Handwerk neu belebt – dafür steht das ungarische Weingut Takler. Dieses wurde bereits mit Auszeichnungen geehrt. So war die Familie „erfolgreichster Produzent des Gebietes von Szekszárd“ und „Weinanbaubetrieb des Jahres“.
Quellen: Pressemappe zur CMT 2013 Ungarisches Tourismusamt
http://www.duzsitamas.hu/, ungaricum.de, Imagebroschüre “Ungarn Träum dich hin” Ausgabe 2011,
viele weitere Informationen findet man auf www.weinkomplott.de