Kennen Sie Apodemik, die Kunst zu reisen?
Die Kunst des Reisens wird Apodemik genannt. Das Fremdwort gewinnt an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass viele Reiseführer auf den Grundlagen der Apodemiken aufgebaut sind, nur wissen es die wenigsten.
Der Blog ist für mich eine Art virtuelles Notizbuch und doch führt jeder Artikel den Leser an einen anderen Ort.
Meine kleinen Augen leuchtenten, als ich als Kind die Reisen des "Gestiefelten Kater" vernahm. "Die unbeirrten Wanderungen von "Hänsel und Gretel" oder "Brüderchen und Schwesterchen" - für mich waren es Reisen in einen nahen Wald, als könnte ich ihre Abenteuer hier in den Hainen Mecklenburg Vorpommerns selbst erleben.
Kennen Sie noch die Erzählungen über "Scheherazade", die Märchen aus "TausendundeinerNacht"? Die Stimme des Märchenerzählers hebt und senkt sich. Auf der Leinwand schimmern rote und goldene Farben. Mythen werden dem Schauspiel beiwohnen und irgendwann hört man wie sich langsamen Schrittes sich eine Karawane einer Stadt nähert. Magie und Wissen aus fremden Kulturen werden durch die Gassen der Souks fließen, man spürt den Zweifel, die Neugier auf das Unbekannte. Eine Tür nahe dem Marktplatz öffnet sich. Was hinter diesen Mauern erzählt und erlebt wird, bleibt auch am Ende der Geschichte ein Geheimnis. Der Weg führt zu den Toren mächtiger Mauern. Das Leben im Palast kommt uns auch tausend anderen gleichwertigen Märchen immer wieder aufregend und wie neugeboren vor. Wir lesen viel und wissen doch nur wenig.
Stellen Sie sich vor, sie stehen heute mitten in den Souks von Marokko, suchen sich eine Ecke, wo golden und warm das Licht auf ihre Gesicht scheinen darf, sie schließen die Augen und fühlen einfach.....
Apodemik lehrt uns, die Kunst zu reisen. Reisen bedeutet fühlen, wahrnehmen, Wissen, Kultur, Kulinarik, Landschaft und Mythen miteinander zu vereinen, frei von Vorurteilen und Klischees jeden Tag die Welt neu zu entdecken.
Joseph Conrad (1857 bis 1924) sagte einmal:
Was dürfen Sie auf meinem Blog erwarten?
Auf keinen Fall, eine perfekte Grammatik und Rechtschreibung. Dafür entschuldige ich mich sofort. Das Handbuch für Autoren, Journalisten und Texter "Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben" von Roy Peter Clark wurde bereits gekauft und mit den ersten Lektionen wurde begonnen. Im Vorwort findet man den Hinweis: "Versuchen Sie nicht, alle Werkzeuge gleichzeitig anzuwenden. Golfneulinge verfehlen den Ball, wenn Sie versuchen, sich all die vielen Einzelheiten zu merken, die einen guten Schwung ausmachen. Ich prophezeihe Ihnen einen schweren Fall von Schreibblockade, wenn Sie bereits zu Beginn versuchen, alles richtig zu machen. Anfangs sollten Sie ungehemmt schreiben."
Nun, die Schreibblockade kenne ich bereits, schließlich schreibe ich seit vier Jahren für verschiedene Auftraggeber.
Mein Ausdruck wurde immer schlechter und meine Grammatik entwickelte sich rückwärts auf das gefühlte Niveau eines Vorschulkindes. Diesem Umstand bin ich mir bewusst. Meine Blockade löst sich langsam und dafür bin ich dankbar. Es soll keine Entschuldigung darstellen, sondern nur eine Bitte, vorübergehend mit mir etwas gnädig zu sein. Danke.
Sie dürfen folgende Thematiken erwarten:
Kulinarische Reisen
Die Hauptdiversifikation findet im Bereich kulinarische Reisen statt.
Mit dabei sein werden:
- Kulinarische Ferienstraßen wie die "Route de frommage" im Elsaß oder die verschiedenen Weinstraßen
- Gastronomische Messen
- Feste rund um kulinarische Höhepunkte "Hansetage", "Weinernte"
- saisonale kulinarische Highlights wie die "Usedomer Heringswochen"
- herausragende regionale Besonderheiten "das erste Fischbrötchen in Deutschland"
- spezielle Orte "Fischmarkt in Kopenhagen"
- und und und
Hintergrund zu kulinarische Reisen
Wir, das sind Mitautoren und ich, planen mehrere kulinarische Reiseführer per E-book herauszubringen. Das kann allerdings noch eine Weile dauern. Recherche und vor allem die Übungen im Umgang mit der eigenen Sprache besitzen derzeit vorrang.
Die Kunst, besondere Momente einzufangen
Kunst ist Teil der Apodemik, genauso wie die Wissenschaft, das Erleben der Kultur und Geschichte
Auf dieser Welt gibt es besondere Menschen, die an besonderen Orten besondere Momente in Bild, in Ton, in Text oder in sonstigem eingefangen und für die Ewigkeit festgehalten haben. Nur die wenigsten Künstler sind bekannt. Ihre Werke auf Ausstellungen und Galerien, an Häuserfassaden oder in historischen Museen wiederzuentdecken ist für mich eine Kunst, bewusst zu reisen.
Dieser Blog wird um diese Themen besondere Menschen, besondere Orte und Momente bereichert werden.
Fühlen Sie auf Ihren Reisen
Wenn auf Reisen mehr als nur die Oberfläche einer Wahrnehmung betrachtet wird, wenn man allein durch den Klang der Wälder, das Klirren von Tellern und Gläsern auf den historischen Altstadtmärkten als das Leben wahrnehmen und aufnehmen kann, wenn man mit der Kälte des Ozeans das Leben ihrer Bewohner versucht zu begreifen, man spürt wie die Dürre in den Savannen, das Watt der Nordsee als Lebensraum vieler Arten begreift und in der Totenstille der Wüste nach den Sternen greift, dann bin ich meinem Ziel, das Reisen als Kunst, im Sinne der Apodemik zu verstehen, sehr nahe gekommen.
Ihre Hilfe ist nötig
Wann immer Sie einen Ort entdecken, der besonders ist, wann immer Sie eine Gastronomie als einzigartig erleben oder entdecken, das aufgeführte Fakten im Verlaufe der Jahre nicht mehr relevant sind, teilen Sie es mir bitte unter katja.elflein@googlemail.com mit.
Für jeden Hinweis danke ich Ihnen bereits im Voraus.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und vielleicht besuchen Sie auch mein Autorenprofil auf suite101.com
Hier werden die Regionen genauer beschrieben und auf herausragende Events verwiesen. Manchmal schwingt hier ein Hauch Vermarktung der Region, der Destination, der Sehenswürdigkeit, Attraktion und Route mit. Ich bin gelernte Reiseverkehrskauffrau mit der Ausrichtung Destinationsmarketing.
PS: Für die Wissenschaftler unter Ihnen: weitere Informationen zu Apodemik finden Sie in der Literatur.
Posselt, Franz: Apodemik oder die Kunst zu reisen. Ein systematischer Versuch zum Gebrauch junger Reisenden aus den gebildeten Ständen überhaupt und angehender Gelehrten und Künstler insbesondere. Leipzig: Breitkopf 1795, 2 Bde.
Stagl, Justin: Apodemiken. Eine räsonnierte Bibliographie der reisetheoretischen Literatur des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Unter Mitarbeit von Klaus Orda und Christel Kämpfer. In: Quellen und Abhandlungen zur Geschichte der Staatsbeschreibung und Statistik, Bd. 2, Paderborn-München-Wien-Zürich: Schöningh 1983
Stagl, Justin: Eine Geschichte der Neugier. Die Kunst des Reisens 1550-1800. Wien: Böhlau 2002